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Rheinprovinz ArtikelDie Rheinprovinz war eine der Provinzen, die von 1824 bis zu dessen Auflösung nachdem Zweiten Weltkrieg den Staat Preußen bildeten.
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Die Gebiete der späteren Rheinprovinz kamen nach der Niederlage des napoleonischen Frankreich in dem Jahr 1815 auf Beschluss des Wiener Kongresses unter die Herrschaft des Königreichs Preußen.
Die Rheinprovinz entstand 1824 aus der Vereinigung der 1816 gebildeten Provinzen Großherzogtum Niederrhein mit Sitz in Koblenz und der Jülich-Kleve-Berg mit Sitz in Köln. Sitz des Oberpräsidenten (heute in etwa vergleichbar einem Regierungspräsidenten) war Koblenz. Die Rheinprovinz gliederte sich in die 5 Regierungsbezirke Aachen, Düsseldorf (inklusive des 1822 aufgelösten Regierungsbezirks Kleve), Koblenz, Köln und Trier. Die Regierungsbezirke waren in Stadt- und Landkreise aufgeteilt.
Das Gebiet der Rheinprovinz war nahezu geschlossen. Lediglich der Kreis Birkenfeld gehörte bis 1934 als Exklave zu dem Großherzogtum Oldenburg beziehungsweise Freistaat Oldenburg, bevor er in die Rheinprovinz eingegliedert wurde. Eine weitere Enklave bildete von 1819 bis 1834 das Fürstentum Lichtenberg, das zu dem Fürstentum Sachsen-Coburg gehörte, dann aber wieder an Preußen verkauft und der Rheinprovinz eingegliedert wurde. Die einzige Exklave der Rheinprovinz bildete bis 1932 der Landkreis Wetzlar.
Die politische und kulturelle Eingliederung der Rheinprovinz in den Staat Preußen war eine große Herausforderung. Schließlich war das Rheinland damals sehr modern, was Industrie und Handel betraf und das dortige Bürgertum war entsprechend selbstbewusst, während das übrige Preußen noch weitgehend agrarisch geprägt war und der Vorrang des Adels war noch unumstritten. Außerdem war die Rheinprovinz mehrheitlich katholisch, was ebenfalls zu Vorbehalten gegenüber der neuen Obrigkeit führte.
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Rheinprovinz von französischen, belgischen und britischen Truppen besetzt; die letzten Besatzungstruppen räumten 1930 das Rheinland, 1935 setzte Hitler auch die Remilitarisierung durch.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das nördliche Gebiet der Rheinprovinz (Regierungsbezirke Aachen, Düsseldorf und Köln) Teil der britischen Besatzungszone und damit später Bestandteil des Landes Nordrhein-Westfalen. Das südliche Gebiet (Regierungsbezirke Koblenz und Trier) wurde Teil der französischen Besatzungszone und damit später Bestandteil des Landes Rheinland-Pfalz.
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Verwaltungsgliederung der Rheinprovinz (letzter Stand) | |
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Stadtkreise:
- Stadtkreis Aachen
Landkreise:
- Landkreis Aachen
- Landkreis Düren
- Landkreis Erkelenz
- Landkreis Geilenkirchen-Heinsberg
- Landkreis Jülich
- Landkreis Monschau
- Landkreis Schleiden
- Landkreis Eupen (bis 1919 und 1940 - 1945 zugehörig, dazwischen und danach belgisch)
- Landkreis Malmedy (bis 1919 und 1940 - 1945 zugehörig, dazwischen und danach belgisch)
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